Nicht: Wie macht die KI uns schneller? Sondern: Wie macht sie uns besser?
Wenn KI formuliert, zusammenfasst, analysiert und Entscheidungen vorbereitet: Welche Fähigkeiten wollen wir dann noch selbst behalten?
Gemeinsam mit Anne Koch und Wilma Hartenfels von Twins for Change spreche ich in dieser Podcastfolge darüber, wann KI sinnvoll ist und wann nicht. Denn eine Herausforderung gibt es, viele schauen bei KI-Upskillings darauf, wie Tools zu verwenden sind, die Reflexion kommt jedoch meist zu kurz.
Worüber wir sprechen
LX073 Wann KI? Und wann bewusst nicht? weiterlesen → Du schickst jemanden zu einem Scrum-Training. Danach arbeitet das Team aber genau so weiter wie bisher. Liegt es am Training, oder was ist die Ursache?
Gemeinsam mit Sabine Kröhn spreche ich in dieser Folge über systemische Organisationsberatung. Sabine ist Beraterin bei Praxisfeld und hat gerade ihr Buch „42 Systemische Hacks für Führung und Organisationsberatung“ veröffentlicht.
Es geht um die Frage, warum eine Person lernen kann, ohne dass die Organisation etwas lernt und was das für Trainer, Berater und Führungskräfte bedeutet.
Was ist eigentlich ein System?
LX072 Systemische Hacks gegen Denkfehler in Organisationen weiterlesen → Wie oft lernen wir etwas, ohne zu wissen, warum?
Oder noch besser: Was sind wichtige Faktoren, damit Lernen gelingt?
Genau da setzt Learning Empowerment an.
Gemeinsam mit Anja Schmitz, spreche ich in dieser Folge – live von der LearnTec – über psychologisches Empowerment und Learning Empowerment. Sie erläutert uns, welchen Einfluss es beim Lernen hat.
Was ist Learning Empowerment?
Der Ausgangspunkt liegt einige Jahre zurück. Zusammen mit Jan Foelsing hat Anja im Buch New Work braucht New Learning gefragt, was sich ändern muss, wenn sich Arbeit verändert. Die Antwort lag nicht im digitalen Lernen, sondern im Konzept des psychologischen Empowerments. Übertragen auf Lernen besteht es aus vier Facetten: Autonomie, Kompetenzerleben, Bedeutsamkeit und Einfluss.
- Autonomie: Wahlfreiheit im Lernen erleben und selbst mitbestimmen, was ich lerne, wie ich lerne und welche Lernziele ich mir setze.
- Kompetenzerleben: Sich selbst als kompetent Lernenden erleben. Hier zählt das Zutrauen, den eigenen Lernprozess zu meistern, was eng verwandt mit Selbstwirksamkeit ist.
- Bedeutsamkeit: Erkennen, warum ich etwas lerne. Welchen Sinn hat es für mich persönlich und wie trägt es zum Erfolg der Organisation bei.
- Einfluss: Erleben, dass das eigene Lernen tatsächlich einen Unterschied macht, für die eigene Arbeit und darüber hinaus.
Natürlich schauen wir uns auch an, was L&D tun kann, um Bedeutsamkeit, Autonomie oder Kompetenz, im Sinne der Lernkompetenz, zu fördern.
Als konkretes Beispiel nennt Anja unter anderem Learning Circles. Diese werden unter anderen bei Siemens Mobility oder Datev eingesetzt, um Lernkompetenz indirekt über sozialen Austausch aufzubauen.
Zu Learning Circles hatten wir bereits folgende Podcastfolgen:
Fazit
Learning Empowerment macht sichtbar, was wir in L&D immer mitdenken müssen: nicht mehr Angebote, sondern mehr Sinn, Orientierung und erlebte Wirksamkeit.
Wer wissen will, wo die eigene Organisation steht, kommt an einer Diagnose nicht vorbei und findet danach gezielter heraus, wo sich Eingreifen wirklich lohnt.
Was verändert sich für Trainerinnen und Trainer, wenn sie KI als konkretes Werkzeug in der Vorbereitung, live im Seminar, und in der Nachbereitung nutzen?
Gemeinsam mit Simone Engelhard und Simon Qualmann von der Lernglust spreche ich in dieser Folge über den Einsatz von KI im Trainingsumfeld. Die beiden haben sich das Thema aber nicht nur in der Praxis erarbeitet, sondern auch zu Papier gebracht: In ihrem Buch „Seminare, Workshops und Meetings mit KI unterstützen„.
Warum ein Buch über KI?
Die Idee kam nach Simones Master-Thesis zu KI im Corporate Learning auf. Die Kernfrage: Kann KI nicht nur schnell Lernziele formulieren, sondern qualitativ sinnvolle Lerninhalte mitgestalten?
Das Buch richtet sich bewusst nicht an Technik-Enthusiasten, sondern an Menschen, die mit Gruppen arbeiten und wissen wollen, wo KI wirklich hilft und wo man lieber selbst Hand anlegt. Den schnelllebigen Teil, aktuelle Tools und Anwendungsfälle, haben die Autoren bewusst in digitale Zusatzmaterialien ausgelagert, damit das Buch selbst länger relevant bleibt.
„Es war nicht der Gedanke, uns wegzurationalisieren, sondern zu fragen, welche Möglichkeiten passen zu meinen Skills, zu meinen Themen.“
Sechs Rollen – ein Modell für den ganzen Trainingsprozess
LX070 KI als Trainingsassistenz: Einsatz von Künstliche Intelligenz für Trainer weiterlesen → Was wäre, wenn Learning & Development-Teams endlich das tun könnten, wofür sie ursprünglich angetreten sind? Also wirklich Menschen weiterentwickeln, statt Excel-Tabellen zu pflegen und LMS-Tickets zu beantworten?
Gemeinsam mit Nico Bitzer spreche ich in dieser Folge darüber, wie KI die gesamte Wertschöpfungskette im Corporate Learning verändert: von der Konzeptentwicklung über die Durchführung bis hin zur Administration.
LX069 KI in Learning & Development: Bei Design, Durchführung und Administration weiterlesen → Wie gestalten wir Lernprozesse, die wirklich etwas verändern. Lernen, das mehr ist als der passive Konsum von Inhalten?
Gemeinsam mit Nele Graf spreche ich in dieser Folge über ein Format, das genau hier ansetzt: Learning Circles. Richtig eingesetzt können Learning Circles deutlich wirksamer sein als manche klassische Trainingsformate.
Wir sprechen über konkrete Praxisbeispiele und darüber, wie der Einstieg im eigenen Unternehmen gelingen kann.
Was Learning Circles wirklich sind
LX068 Learning Circles: Wie strukturiertes Peer Learning wirkt weiterlesen → Warum Lernen wieder mehr Vibe braucht
Was wäre, wenn Lernen sich wieder leichter anfühlen dürfte. Nicht oberflächlich, sondern motivierend. Nicht verpflichtend, sondern neugierig machend. Genau mit dieser Frage starten wir in diese Folge des LernXP Podcasts. Dieses mal ist Jan Foelsing zu Gast und im Zentrum steht ein Begriff, der zunächst spielerisch klingt, aber erstaunlich viele Möglichkeiten bietet: Vibe Learning.
Was ist Vibe Learning?
LX067 Vibe Learning. Zwischen KI, Flow und wirksamem Lernen weiterlesen → Brauchen wir in einer KI-Welt überhaupt noch eine Lernkultur?
Wenn KI jederzeit Fachwissen liefert, Code schreibt, Texte kürzt und Präsentationen baut – brauchen wir dann wirklich noch Lernkultur? Oder reicht es, wenn alle „einfach nur“ lernen, mit ChatGPT, Copilot & Co. umzugehen?
In dieser Folge spreche ich mit Julian Decius von der Universität Bremen über drei provokante Thesen, die er auf einer Fachtagung vorgestellt und dort mit Praktiker:innen und Forschenden kontrovers diskutiert hat:
- KI macht mein Lehrbuchwissen überflüssig.
- KI in Arbeitsteams gefährdet den Teamzusammenhalt
- KI-Akzeptanzkultur ist die neue Lernkultur.
Diese Fragen diskutieren wir ebenfalls uns gehen der Frage nach, was das für Corporate Learning, Teamarbeit und Lernkultur bedeutet. Was müssen wir hier als Organisationen unterstützen, wo müssen wir gegensteuern?
„Es wird sich eine Menge ändern, aber – wie bei jeder neuen Technologie – teilweise zum Positiven und teilweise zum Negativen.“
Während der Diskussion der Thesen gehen wir unter anderem auch auf Themen ein wie:
- Deep vs. shallow Learning: Wann KI Lernen unterstützt und wann sie es untergräbt
- Performance Support vs. Development Support: Zwei völlig unterschiedliche KI-Rollen im Lernprozess
- Einfluss auf Wissensfluss und Wertschätzung durch den Einsatz von KI im Team
- Weniger Junior-Positionen und welche Probleme daraus entstehen
Klar ist:
KI hat einen Einfluss auf das Lernen
Das Gespräch zeigt: Lernprozesse werden bequemer und individueller, gleichzeitig gibt es aber auch Auswirkungen auf die Lerntiefe, das Teamlernen und die Teamdynamik. Es bleibt damit für jeden von uns die Frage:
Wie wollen wir den bewussten Umgang mit der KI gestalten?
Am 25.11.2025 durfte ich bei der DGFP Jahrestagung Personalentwicklung einen Vortrag zum Thema KI-Upskilling halten. Ergänzend dazu habe ich hier eine Sammlung weiterführender und interessanter Links zusammengestellt. Diese sollen den Vortrag ergänzen oder wurden im Vortrag erwähnt:
Über Lerncircle
- Das Buch „Learning Circles“ von Nele Graf und Ursula Liebhart bietet einen guten Einstige in das Feld der Learning Circles. Neben einem tiefen Einblick in das Format selbst gibt es zahlreiche Praxisbeispiele aus Unternehmen. Ein Praxisbeispiel ist die von mir auf der Messe vorgestellte Prompt Engineering Learning Journey. Jochen Robes hat dazu auf LinkedIn ein ausführliches Review geschrieben.
- LernXP Podcastfolge Learning Circles in der Praxis – Reverse Podcast. In dieser Folge wurde ich von Christina Junkes interviewt, und wir haben uns über verschiedene Erfolgsfaktoren von Learning Circles ausgetauscht
- Unter lernOS gibt es verschiedene, frei verfügbare Lernzirkel-Leitfäden. Die Leitfäden sind unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz (CC BY) veröffentlicht. Daher können sie unter Nennung der Originalquellen/-autoren an eigene Bedürfnisse angepasst werden.
Linksammlung zum Vortrag „KI Kompetenzen für alle“ beim DGFP 2025 weiterlesen → Meetings – Fluch oder unterschätztes Potenzial?
Wie viele Meetings hast du heute schon überlebt? Und bei wie vielen hätte auch eine E-Mail ausgereicht? Wie Patrick Lencioni in Tod durch Meeting schreibt:
„Wie sollen in fürchterlichen Besprechungen gute Entscheidungen getroffen werden?“
Im Gespräch mit Daniel Dubbel, Führungskraft bei DB Systel und Berater für Organisationsentwicklung, tauchen wir tief in das Thema Meetings ein. Zwischen ineffizienten Terminen und echten Momenten der Zusammenarbeit liegt eine große Spanne. Wir schauen darauf, was wir tun können, um Meetings wirklich wertvoll zu machen.
Warum Meetings geliebt und gehasst werden
LX065 Meetings, die wirklich zählen: Weniger, aber bessere Termine weiterlesen →