Trainingsbedarfsanalyse-Canvas

LX019 Trainingsbedarfsanalyse mit dem Trainingsdesign-Canvas

Eine Trainingsbedarfsanalyse ist für ein Training genauso wichtig wie der Projektauftrag für ein gutes Projekt. 80% eines guten Projektes entscheidet sich mit einem guten Projektauftrag.

Warum benötigt man eine gute Trainingsbedarfsanalyse? Was kann durch eine schlechte Trainingsbedarfsanalyse schief gehen? Welche Tipps gibt es, um eine Trainingsbedarfsanalyse erfolgreich durchzuführen? Wie hilft mir der Trainingsdesign-Canvas dabei? In der 19. Folge des LernXP Podcast teilt Anna Langheiter, Expertin für Trainingsdesign ihre Erfahrungen und Empfehlungen zur Trainingsbedarfsanalyse mit uns. Sie erläutert unter anderem wie die Visualisierung und Verschriftlichung in dem von ihr entwickelten Trainingsbedarfsanalyse-Canvas dabei helfen kann und ein gutes Gerüst bildet.

Einige Highlights:

  • Der Auftraggeber muss sich erst mal „frei reden“. Meist kommen erst die Inhalte, diese aufschreiben und danach dazu übergehen, was nach dem Training anders sein soll.
  • Das sichtbare Mitschreiben, so dass der Auftraggeber sieht verbessert den Auftragsklärungsprozess.
  • „Have the end in Mind“ Beim Trainingsdesign immer von Hinten denken: was sollen die Teilnehmenden nach dem Training wirklich anwenden können?
  • Um Auftraggebern zu helfen zu beschreiben, was die Teilnehmer anders machen können die „Hans und Franz Methode“ nutzen:
    Stellen sie sich vor Hans geht ins Training und Franz nicht, was macht Hans nach dem Training anders?„. Wichtig ist hier wörtlich mitzuschreiben.
  • Eine Trainingsbedarfsanalyse ist für ein Training genauso wichtig wie für ein Projektauftrag für ein gutes Projekt. 80% eines guten Projektes entscheidet sich mit einem guten Projektauftrag.
  • Teilnehmer müssen die Chance bekommen das Erlernte auch umzusetzen. Dafür ist die Führungskraft extrem wichtig! Bei der Evaluation sollte man fragen: „Durften die Teilnehmer das erlernte auch Anwenden“ um die Chance zu haben organisatorische Blockaden aufzulösen
  • Im Onlinetraining alle 5 Minuten eine Interaktion. Dazu kann man sehr gut die eingeschaltete Kamera nutzen, und z.B. Daumenskalierungen, Rote & Grüne Karten oder Skalenfragen 1-10 mit den Fingern zeigen lassen.
  • Nach dem Training sollten 3 fixe Termine geplant sein, an denen die Inhalte angewendet werden. Idealerweise sind diese Termine schon vor dem Training fixiert.

Persönlicher Lernansatz

  • In der Gruppe im Training, Präsenz oder Online. Fragen direkt an den Trainer abgeben zu können
  • Deep Dive: Sich 1-3 Tage in ein Thema richtig abtauchen können. Ohne Termine einfach jedem Link folgen, der aufpoppt. Immer im Kontext eines Auftrags. Wie von Wellen treiben lassen.
    Danach mit Menschen in den Austausch gehen.

Persönliches Zitat

Lernen ist eine geistige Liebesaffäre

Heinz von Förster

Ich lerne wirklich gern, wenn ich etwas lernen möchte, kann ich mich komplett verlieren in Zeit und Raum.

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